Beim einfachen Ablassen läuft nur das Öl aus, das frei im Getriebegehäuse steht. Ein erheblicher Teil des Altöls verbleibt jedoch im Wandler, in den Ölkanälen der Mechatronik und im Kühler. In der Praxis tauscht reines Ablassen so nur rund 40 % des Öls aus – etwa 60 % gealtertes, mit Abrieb belastetes Öl bleiben im System.
Die fachgerechte Spülung erneuert demgegenüber rund 95 % des Öls: Über das laufende Getriebe wird das alte Öl verdrängt und vollständig durch frisches ersetzt – inklusive der Bereiche, die beim Ablassen unerreichbar bleiben. Frisches Öl mit korrekten Reibwerten ist die Voraussetzung dafür, dass die feinen Steuerkanäle der Mechatronik sauber arbeiten und das Schaltverhalten präzise bleibt.
Werterhalt vor dem Schaden: Eine Ölspülung im vorgesehenen Intervall ist die wirksamste Vorsorge gegen vorzeitigen Mechatronik- und Kupplungsverschleiß. Sie kostet einen Bruchteil dessen, was eine spätere Instandsetzung oder gar ein Getriebetausch erfordert. Details zur Spülung: Getriebeöl-Spülung.