Das DSG-Mechatronik-Steuergerät speichert individuelle Kupplungs-Charakteristiken als Adaptionswerte. Diese Werte beschreiben den genauen Eingriffspunkt, die Reibungskoeffizienten und die Druckkurven der jeweiligen Kupplungseinheit.
Nach einem Ölwechsel verändern sich die Reibeigenschaften durch frisches Öl. Nach einem Kupplungstausch sind Geometrie und Reibwerte komplett neue Werte. Das Steuergerät "denkt" weiterhin mit veralteten Adaptionswerten – Ruckeln, Schaltschläge und erhöhter Verschleiß sind die Folge.
Die ODIS-Einlernprozedur setzt alle Adaptionswerte zurück und fährt dann ca. 20 Minuten lang definierte Anfahrvorgänge bei exakt vorgegebenen Temperaturen (Getriebeöl 40–80 °C) und Drehzahlen. Nur so lernt das Getriebe die tatsächlichen Eigenschaften der neuen Komponenten kennen.